Kulinarische Reportagen

Für den Newsletter und die Webseite ihrer Touristik-Produktklinie war die Michelin TravelPartner Deutschland GmbH, die zur französischen Michelin-Gruppe gehört, regelmäßig auf der Suche nach Inspirationen, Tipps und Gastro-Vorschlägen. Das ermöglichte mir Besuche in edlen Confiserien, Sterne-Restaurants und Weinstuben, aber auch auf Spargelfeldern und an einem Forellenteich. Die Gastronomen, Landwirte und Fischzüchter haben gerne über ihre Arbeit und ihre Qualitätskriterien erzählt und manchmal durften wir auch Zubereitungstipps und komplette Rezepte veröffentlichen. Die ziemlich aufwändige Eisbombe Schokolade-Grapefruit von Oliver Endle mussten wir dann natürlich noch im gleichen Jahr für das weihnachtliche Familienessen ausprobieren.
Michelin TravelPartner Deutschland GmbH
2012 bis 2015
Reportagen, Rezepte und Fotos für Newsletter und Webseite restaurants.michelin.de
mit Recherche-Besuchen auf Feldern und Höfen, in Confiserien und Restaurants


»Die Überzugmaschine, die gerade kandierte Orangenscheiben mit dunkler Schokolade überzieht, rattert geschäftig, eine Auszubildende faltet dreieckiges Backpapier zu Spitztüten und am Ende des Kühltunnels räumt jemand fertige Orangenscheiben in große Kunststoffkörbe. Es duftet im ganzen Raum nach Schokolade. Auf großen Blechen warten tausende von handgemachten Pralinen darauf, ebenfalls in Schokolade getaucht und von Produktionsleiter Christian Hörner dekoriert zu werden. Neben Mandelnougat, Buttervanille-Schnitten und den neu entwickelten, dunkellila Cassis-Pralinen liegen die Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen.«
Aus dem Text über die Backstube und Patisserie der Confiserie Endle in Karlsruhe, wo Oliver Endle in der dritten Generation mit seinem Team feinste Torten, Eisbomben, Blätterteiggebäck, Stollen und Weihnachtsplätzchen fertigte.

»Neben dem Spargel kauft Tommy R. Möbius vom Sterne-Restaurant ›Die Ente‹ in Ketsch Rainer Astor und seiner Lebensgefährtin Angelika Schönung auch ab, was die ihre ›Experimente‹ nennen: Winterpostelein, Senf-, Feldsalat- und Erbsenblüten, außerdem Winterheckzwiebeln und die Asia-Salate Mizuna und ›Grün im Schnee‹ – zarte grüne Blätter, die nach Kohl und zugleich höllisch scharf schmecken. Der kreative Küchenchef experimentiert gerne mit den exotischen Kräutern, bunten Blüten und dem geschmackvollen Gemüsesorten, die Astor und Schönung unter dem Label ›Bunter Genussgarten‹ produzieren. Ebenso erging es ihnen – zu ihrer großen Überraschung – auch mit der Petersilie und dem Ruccola-Salat, die Astor und Schönung als Mischkultur zwischen die Tomaten gepflanzt hatten. Als der Küchenchef der ›Ente‹ sagte ›So muss Ruccola schmecken, bringen Sie alles, was Sie haben‹, war den beiden klar, dass sie auf dem richtigen Weg sind.«
Aus dem Text über Rainer Astor und Angelika Schönung, die in Reilingen Spargel, Erdbeeren, Tomaten und Kräuter produzierten, wie sie die Spitzengastronomie liebt.






»Sobald sie über Nacht in Rum liegen, wird den meisten Rosinen klar, dass sie es geschafft haben: Sie sind für einen Top-Job engagiert und werden die nächste Zeit in einem Weihnachtsstriezel verbringen. Offen bis zum Schluss bleibt die Frage der Kommunikation: Wird es ein so genannter Flüsterstriezel? Einer, in dem die getrockneten Weinbeeren so nah beieinander liegen, dass sie sich auch flüsternd verstehen? Sie sind der Traum aller Rosinen und natürlich der Striezelliebhaber.
Bei Benjamin Biedlingmaier, Küchenchef im Dresdner Sternerestaurant Bülow Palais & Residenz, gibt es selbstverständlich nur Flüsterstriezel. Er backt mit seinem Team in der Vorweihnachtszeit Striezel für die Bar von Bülow’s Bistro und kleine Exemplare, die im Dezember zur Begrüßung in den Hotelzimmern liegen.«
Aus dem Text über die berühmten Dresdner Weihnachtsstriezel, die Küchenchef Benjamin Biedlingmaier für die Bistro- und Hotelgäste gebacken hat.