Lehre

BEWEGEN – BELEHREN – ERFREUEN

2005 bis 2015 und 2020 bis 2023 THWS Würzburg Fakultät Gestaltung, Lehrgebiet Text und Rhetorik

2007 bis 2015 HfG Pforzheim
Fakultät Gestaltung, Kurse Werbung und Text, Rhetorik-Kurse und Bachelor-Betreuung

2013 bis 2018 Akademie für Kommunikation, Karlsruhe Berufskolleg Grafik Design, Kurs Werbung und Text

2015 Hochschule Pforzheim
Fakultät Wirtschaft & Recht Kurs Corporate Communication/
Textgestaltung

2020 bis 2022 Hochschule Augsburg
Fakultät für Gestaltung, Seminar Text

2025 Onlineschule für Gestaltung
Überarbeitung und Weiterentwicklung des Kurses Grafik-Design gemeinsam mit Karin Meyer-Hausner

Storytelling – das derzeit rauf und runter gelehrt wird – schien noch vor einer Weile ein relativ neues Sprech- und Schreibkonzept zu sein. Aber schon die alten Römer wussten in ihrer Officia Oratoris, was die Aufgaben des Redners sind: movere, docere und delectare – also bewegen, belehren und erfreuen. Daran kann sich die Lehre von Sprache, Text und Rhetorik für angehende Kommunikationsdesigner bedenkenlos orientieren.

„Die Sprache ist die Infrastruktur im Land des Denkens.“ Rainer Kohlmeyer

Sprache ist eine unserer wichtigen Möglichkeiten zu kommunizieren. Textarbeit ist die bewusste Gestaltung sprachlicher Kommunikation – mündlich und schriftlich. Die beiden Aspekte Wirkung und Interaktion sind dabei zentral. Mit Text halten wir inne und beziehen Position. Lernen, die Adressatenposition einzunehmen, komplexe Prozesse zu verstehen und zu erklären, können Struktur und Strategie entwerfen und kommentieren. Sprache unterstützt kognitive und soziale Prozesse. 

Textkompetenz in den ersten Semestern heißt für mich, Textarten und ihre Charakteristika zu erkennen und selbst auszuprobieren, Ziele und Zielgruppen zu definieren und alle denkbaren Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren und zu probieren. Eigene und fremde Texte geben Gelegenheit, über Sprachstile und -qualität zu sprechen. Im Themenbereich Rede und Präsentation lernen die Studierenden auch, die Wirkung von Sprachstilen, Gestik, Stimme oder Stehpositionen zu beobachten, können sie selbst ausprobieren und einen eigenen Stil entwickeln.

In den höheren Semester geht es darum, auf dieser Basis konzeptionell weiterzuarbeiten, selbständig Stil und Textsorten medien- und zielgruppengerecht auszuwählen und zu gestalten und komplexere Kommunikationsprojekte zu entwickeln. Dazu ist es wichtig, die Beziehung von Text, Medienform und Gestaltung erkennen, Textstilen sicher Einsatzmöglichkeiten und Gestaltungskriterien zuordnen und Entwürfe und Konzepte bewerten zu können. Semesterprojekte ermöglichen sowohl konzeptionelle wie textlich-sprachliche Spezialfelder. 

Ich unterrichte gern, leidenschaftlich und wertschätzend. Es ist mir wichtig, Studierende in die Lage zu versetzen, Texte fundiert analysieren und bewusst gestalten zu können; sie zu sensibilisieren und zu  begeistern für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Schrift und Sprache. Dabei lege ich gleichviel Wert auf praktische Methodenkompetenz und konzeptioneller Arbeit wie auf selbständiges Ausprobieren. Die Verbindung von textlicher, visueller und technischer Gestaltung ist für mich integraler Bestandteil des Lehrgebiets, deshalb halte ich eine Vernetzung mit allen anderen Disziplinen sowie Kooperationsprojekte in höheren Semestern für sinnvoll und notwendig.