Stadtwerke Karlsruhe
Kundenmagazin miteinander
– 2019 Durlacher Allee, Geschichte einer Straße
– 2019 Baumpflanzaktion, Stadtwerke-Kunden pflanzen Bäume für das Lutherisch Wäldele
– 2022 Familie kann so vieles sein, über die Pluralität von Familien. Zusätzlich Interview mit dem Leiter des Kinderbüros Jonas Nees
– 2023 Wilder Wald, Reportage aus dem Nationalpark Nordschwarzwald
Beiträge für das Kundenmagazin miteinander
Die Geschichte der Durlacher Allee recherchieren und aufbereiten, mit dem Leiter des Karlsruher Kinderbüros über Familien und ihre Bedürfnisse sprechen, oder mit dem Pilzexperten des Nationalparks durch den Schwarzwald wandern: Die Aufträge der Stadtwerke Karlsruhe für ihr Kundenmagazin sind abwechslungsreich und immer wieder überraschend. Und es macht Spaß, sich mit neuen Themen zu befassen und sie dann interessant aufzubereiten.


Neue Bäume für Karlsruhe
Seit 2007 führen die Stadtwerke Karlsruhe ihre Kunden einmal im Jahr in den Wald. Oder sagen wir: Auf Lichtungen, auf denen künftig wieder neuer Wald wachsen soll. Kunden, die sich in den Monaten zuvor für NaturStrom der Stadtwerke entschieden haben, sind dann eingeladen, einen Baum zu pflanzen und so noch zusätzlich zum guten Klima und der Reduzierung von Kohlendioxid in Karlsruhe beizutragen. Denn Bäume können viele Jahrzehnte alt werden und sorgen lange für gesunde Luft. Ihre Blätter geben Sauerstoff ab und nehmen Kohlendioxid (CO2) auf.Jeder Hektar Wald bindet im Jahr rund zehn Tonnen CO2.
2019 bezogen schon fast 10.000 Karlsruher Haushalte Ökostrom von den Stadtwerken und Ende März war es wieder soweit: Neue Ökostromkunden pflanzten junge Bäume in Daxlanden. Im ›Lutherisch Wäldele‹, auf einer Aufforstungsfläche neben der Alb, warteten Spaten, junge Eichen-, Erlen- und Ulmen-Setzlinge und Mitarbeiter der Forstverwaltung auf die Besucher. Sie boten den Baumpflanzern ihre fachmännische Unterstützung an und stellten später die Aufforstung der insgesamt 1.050 jungen Bäume fertig. 335 der 1.900 neuen NaturStrom-Kunden hatten in diesem Jahr die Einladung angenommen, einen Baum zur Verbesserung der CO2-Klimabilanz zu pflanzen und brachten gemeinsam mit ihren Familien, Freunden oder Kollegen die Setzlinge in die Erde. Selbstbeschriftete Holzschilder an den jeweiligen Standorten sollten später helfen, das eigene Bäumchen im Wald zu besuchen. Anschließend gab es die Möglichkeit für einen Imbiss, Kinderspiele und gemütliches Beisammensitzen
Im Auftrag der Stadtwerke war ich bei der Baumpflanzaktion dabei und habe mit Familien und jungen Paaren gesprochen. Was sie motiviert und was Ihnen bei dieser ökologischen Aktion wichtig ist, kann man nachlesen im Artikel Baumpflanzaktion.
Bäume und Pilze: Wilder Wald
Seit Jahrtausenden wandelt sich der Schwarzwald ständig: Mal dominieren Kiefern und Eichen, mal Tannen und Buchen. Mal wird der Wald lichter, mal wächst er dicht, mal verschwindet er ganz. So passt er sich an natürliche Klimaschwankungen an, die es über die Zeit immer wieder gibt. Neben den Bäumen, Büschen, Farnen und Blumen existiert im Nationalpark aber auch eine riesige, unsichtbare Welt voller eigentümlicher Formen und Lebensweisen. Einige von ihnen sind gerade noch erkennbar, andere nur unter dem Mikroskop zu sehen. Dazu gehört neben kleinen Insekten, Moosen und Pilzen auch eine riesige Zahl an Mikroorganismen. Sie leben im Moos, in der Streu, im Kot, im Totoholz, im Boden und im Wasser. Dieser Kosmos kleinster Lebewesen hält den Laden auf Laufen, denn sie zersetzen Biomasse und machen sie für andere Organismen wieder verfügbar (Infos aus der Dauerausstellung im Nationalparkzentrum).
2023 war ich mit der Fotografin Anne-Sophie Stolz im Auftrag der Stadtwerke Karlsruhe im Nationalpark Schwarzwald. Hier hat uns der Sachbereichsleiter Mykologie und Bodenökologie Dr. Flavius Popa gezeigt und erklärt, wie die Bäume im Nationalpark in einer engen Gemeinschaft mit Partnerpilzen leben. Zwischen den Baumwurzeln und den Pilzfäden unter unseren Füßen gibt es nämlich erstaunlich komplexe Wechselwirkungen: Pilze sind nicht in der Lage, wie Bäume Zucker aus dem Kohlendioxid der Luft herzustellen, können stattdessen aber viel besser Wasser und Nährstoffe aus dem Boden lösen. Beides liefern die Partnerpilze an die Bäume und erhalten im Gegenzug vom Baum einen Teil des produzierten Zuckers. Zusätzlich verbinden die Pilzfäden die Wurzeln unterschiedlicher Bäume im Wald und ermöglichen so den Austausch von Zucker und auch Botenstoffen zwischen den einzelnen Bäumen. Mehr dazu im Text »Wilder Wald« im Stadtwerkemagazin »gemeinsam«, Schwarzwald.